Veranstaltungen

Vortrag: Wenn die Brandmauer fällt

Montag, 24. März, 19.00 Uhr, Weingut Andreas Dilger, Urachstr. 3
mit Steven Hummel (Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen)

Ende Januar 2025 verschaffte die AfD einem (rechtswidrigen) Unions-Antrag zur Mehrheit. Dieser sieht unter anderem die Inhaftierung aller vollziehbar ausreisepflichten Personen in Deutschland vor. Friedrich Merz und die Union haben damit eine politische Grenze überschritten, die noch vor wenigen Monaten als unantastbar galt.

Doch es gibt schon lange Anzeichen dafür, dass die CDU ihre Abgrenzung zur extremen Rechten schleichend aufweicht. Die Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene, die vorsichtige Relativierung der Brandmauer durch Merz im ZDF-Sommerinterview 2023, die strategischen Abstimmungen mit der AfD in Thüringen – all das waren Warnsignale. Jetzt ist die Zusammenarbeit kein Tabu mehr, sondern auf Bundesebene Realität. Ein historischer Wendepunkt. Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme und Blick auf politische Perspektiven.

Steven Hummel arbeitet als Bildungsreferent bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und ist bei der Dokumentations- und Rechercheplattform chronik.LE aktiv. Zusammen mit Anika Taschke hat er 2024 die Publikation „Hält die Brandmauer? Studie zu Kooperationen mit der extremen Rechten in ostdeutschen Kommunen“ veröffentlicht.

Eine Veranstaltung des iz3w

Workshop: Argumentieren gegen rechte Sprüche

Di, 18. März, 17.00-19.30 Uhr, Katholisches Jugendbüro, Schoferstr. 1

Wenn uns rechte oder rassistische Sprüche im Alltag begegnen, fühlen wir uns oft hilflos. Wir wollen die Parolen nicht unkommentiert lassen, finden vor Schreck aber nicht die richtigen Worte. Macht es überhaupt Sinn, in die Diskussion einzusteigen? Wie wird mein Gegenüber reagieren?

Im Workshop von fernsicht im iz3w erarbeiten wir, welche Merkmale rechtspopulistische Kommunikation kennzeichnen. Davon ausgehend trainieren wir, mit welchen Strategien wir rechten Sprüchen im Kontext von Vereins- und Jugendarbeit begegnen können. Dabei können eigene Beispiele und Erlebnisse aufgegriffen und besprochen werden.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung unter: jugendreferentin@stadtjugendring-freiburg.de

Eine Veranstaltung des Stadtjugendrings Freiburg

Workshop: Rassismuskritisch & Stärkend

Samstag, 22. März, 10.00-16.30 Uhr, Familienzentrum Klara, Büggenreuterstr. 12

Grundlagenworkshop für Bezugspersonen Schwarzer Kinder

mit Hannah Koroma & Christina Küchle von Kidayo e.V.

Im Workshop werden grundlegende Fragen nach Erscheinungsformen von Alltagsrassismus oder nach Selbst- und Fremdbezeichnungen behandelt. Dabei soll auch die eigene rassistische Sozialisierung reflektiert und das Verständnis für die rassistischen Erfahrungen Schwarzer Kinder vertieft werden. Ziel ist es, Wege zu finden, wie Kinder gestärkt und begleitet werden können.

Der Workshop richtet sich an weiße und Schwarze Menschen, die erste Schritte auf einem rassismuskritischen Weg gehen und ihr Wissen dazu vertiefen möchten, z.B. (Groß-)Elter*n, Erzieher*innen, Mitbewohner*innen uvm.

Es wird eine Betreuung für Kinder ab 3 Jahren angeboten, die Kosten liegen zwischen 5-50 € nach Selbsteinschätzung.

Anmeldung: info@kidayo.de

Eine Veranstaltung von Kidayo, dem Verein für Schwarze/afrodeutsche Kinder und ihre Bezugspersonen

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Aktion: Frühlingswerkstatt

Samstag, 22. März, 14.00-19.00 Uhr, Zentrum Schwere(s)Los!, Kleineschholzweg 5

Das interkulturelle Zentrum Schwere(s)Los! e.V. im Kleineschholzweg 5 öffnet seine Werkstatträume und bietet verschiedene Aktionen an: Bau-Mit am „Hock“ oder „Tschill“- Grob und kräftig oder klein und fein? Alle können mitmachen – wer will mit Hilfestellung! Wir bauen Hocker, nicht männlich aber stabil. Oder Tschill, die Sonnenschaukelliege. Bauzeit 30-90 Minuten, je nach Erfahrung. Die Möbel können danach mitgenommen werden, oder noch besser signiert und für den Kulturkiosk gespendet werden. Musik & Tanz und natürlich Origamifalten sind auch dabei!

Außerdem: Filmvorführung eines Dokumentarfilms des Regisseurs Stephan Hilpert aus dem Jahr 2019 über Sinn und Unsinn europäischer Entwicklungshilfe in der Demokratischen Republik Kongo.

Eine Veranstaltung von Schwere(s)Los!

Diskussion: Jenseits des Mittelmeers

Freitag, 21. März, 19.00 Uhr, Haus des Engagements, Rehlingstr. 9

Abschiebungen, Grenzgewalt und Externalisierungspolitik

In den nordafrikanischen Nachbarstaaten der EU findet eine regelrechte Jagd auf Migrant*innen statt. Jüngst dokumentierte ein internationales Recherchekollektiv anhand von 30 Zeugenaussagen Fälle willkürlicher Verhaftungen, Massenabschiebungen, Folter, Menschenhandel und Versklavung. Verbrechen, die von staatlichen Autoritäten in Tunesien und Libyen verübt werden, während sie Geld von der EU erhalten, um zu verhindern, dass sich Menschen über das zentrale Mittelmeer in Richtung Europa auf den Weg machen. Auch Mauretanien erhält EU-Gelder, um Menschen mit dem Ziel Kanaren aufzuhalten.

Über die aktuellen Entwicklungen in Tunesien und Mauretanien werden uns Riadh Ben Ammar (Theatermacher und Aktivist für Bewegungsfreiheit), Romdhane Ben Amor (Sprecher der tunesischen Menschrechtsorganisation FTDS) und Issa Djimera (Journalist aus Mauretanien) berichten. Die Gäste sind online zugeschaltet. Mit Übersetzung aus dem Französischen.

Eine Veranstaltung von afrique-europe-interact

Mahnwache: Nein zur Bezahlkarte!

Fr, 21. März, 11.00-13.30 Uhr, Landratsamt, Stadtstr.2

Protestaktion vor dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald


Der Landkreis verpflichtet aktuell Geflüchtete zu einer ausgrenzenden Bezahlkarte. Die Karte soll nach und nach durchgesetzt werden. Mit ihr wird das Leben für Geflüchtete noch schwerer. Die Karte schränkt den Zugang zu Bargeld sowie den Online-Zahlungsverkehr ein und eröffnet weitere Möglichkeiten der behördlichen Kontrolle.

Das Netzwerk ‚Gleiche soziale Rechte für alle‘ ruft am heutigen internationalen Tag gegen Rassismus bundesweit zu Protestaktionen auf. Die Aktion in Freiburg wird von der Initiative ‚Bezahlkarte stoppen‘ organisiert. Gemeinsam sagen wir NEIN zur Bezahlkarte und fordern den sofortigen STOPP ihrer Einführung.

Bringt eure Forderungen auf Pappschildern mit.

Eine Veranstaltung von Aktion Bleiberecht und „Bezahlkarte stoppen“

Eröffnung: Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Fr, 21. März – So, 23. März, 10.00-17.00 Uhr, DZNS, Rotteckring 14

Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) öffnet ab Freitag, 21. März seine Türen. Auf rund 800 Quadratmetern im ehemaligen Verkehrsamt von 1936 widmet sich das Haus der NS-Geschichte der Stadt. Neben der Dauerausstellung gibt es auch einen Gedenkraum im Innenhof, der an alle Menschen erinnert, die in Freiburg verfolgt und ermordet wurden.

Zum Eröffnungswochenende am Samstag, 22. und Sonntag, 23. März lädt das DZNS zu Workshops, Vorträgen, Lesungen und Diskussionen ein. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter: www.museen.freiburg.de

Eine Veranstaltung des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus

Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

vom 13. März bis zum 1. April 2026 in Freiburg