Vortrag: Zwischen Offenheit & Abschottung

Donnerstag 26. März 2026, 20 Uhr, Mensa der Hebelschule, Engelbergerstr. 2 ·

Mit Maximilan Pichl

Mit der Reform des „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ (GEAS) vollzieht sich die gravierendste Asylrechtsverschärfung der letzten 30 Jahre. Wie kam es dazu und was wird sich verändern? Wie können wir die Migrationsgesellschaft verteidigen? Mit Maximilian Pichl, Professor für Recht der Sozialen Arbeit, Frankfurt University of Applied Sciences, analysieren wir das Auf und Ab der europäischen Asyl- und Migrationspolitik des letzten Jahrzehnts und diskutieren Handlungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft.

Eine Veranstaltung von Aktion Bleiberecht

Sprache(n): Deutsche

Barrierefreiheit: Raum ist barrierefrei, inklusive Toilette. Veranstaltung wird akustisch verstärkt.

Foto: Kancelaria Premiera CC BY-NC-ND 2.0

Workshop: An der Seite der Betroffenen von rechter Gewalt

Freitag 27. März 2026, 10-16 Uhr, Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben

Mit Valéria Silva Fekete und Julian Staiger (beide LEUCHTLINIE)

Der Workshop gibt über kurze Inputs einen Einblick in Arbeit, Grundlagen und Kontext des Handlungsfeldes der Fach- und Beratungsstelle LEUCHTLINIE. Durch interaktive Auseinandersetzung mit anonymisierten Fällen von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt werden den Teilnehmenden die Spezifika rechter Gewalt und die Folgen für Betroffene sowie die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben aufgezeigt. Anhand von Praxisbeispielen werden gemeinsam Formen der Unterstützung für und Solidarisierung mit Betroffene(n) erarbeitet und bestehende Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. Teilnehmende lernen außerdem, wie sie die Arbeit der Fach- und Beratungsstelle LEUCHTLINIE unterstützen können.

Die Veranstaltung ist adressiert an Interessierte und Multiplikator*innen, die sich für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt engagieren wollen.

Eine Veranstaltung der Fach- und Beratungsstelle Leuchtlinie

Der Workshop ist kostenlos.

Anmeldung bitte bis 25.03.2026 unter info@leuchtlinie.de

Sprache(n): Deutsch

Barrierefreiheit: Die Räumlichkeiten sind nicht ganz barrierefrei, sprecht uns bei der Anmeldung an, wir kümmern uns darum.

Foto: Andres Ayrton

Telefon: 0711 888 999 -32

Stadtrundgang: InOrte – Wie Migrant*innen Freiburg mitgestalten

Samstag 28. März 2026, 16-18 Uhr, Treffpunkt: Ecke Belfortstraße/Wilhelmstraße vor der Weinstube Agora

Mit Viktoria Balon und Alex Sancho-Rauschel

InOrte sind Geheimtipp-Orte in Freiburg, die bereits »in« sind oder die es gerade werden oder historische InOrte, welche die Stadt schon seit langer Zeit prägen.

Alle InOrte sind durch Migration entstanden und wurden von Menschen mit Migrationserfahrung geschaffen. Sie sind offen für alle und verleihen Freiburg – zumindest im Kleinen – den Duft einer Metropole. 

Bei der Stadtführung mit RedakteurInnen der interkulturellen INZeitung besuchen wir einige InOrte von innen und betrachten gemeinsam viele Freiburger Orte mit einer „interkulturellen Brille“. Dabei erfahren wir, wie Migrantinnen und Migranten städtische Räume beleben und mit eigenen Ideen bereichern. Der Spaziergang ist dank unserer Rubrik „InOrte” entstanden.

Eine Veranstaltung der InZeitung (für mehr Infos: www.inzeitung.de & https://www.instagram.com/inzeitung/)

Sprache(n): Deutsch

Barrierefreiheit: Leider nicht überall gegeben

Radiosendung: Die Stimme der Queers und Rückblick auf die Wochen gegen Rassismus

Mittwoch, 01. April 2026, 16 bis 17 Uhr, radio dreyeckland (102.3 mhz)

Auch dieses Jahr wird Our Voice über die Aktivitäten der Wochen gegen Rassismus berichten! Die Redakteur*innen von Our Voice stellen dir ihren neuen Podcast „La voix des Queers” (Die Stimme der Queers) vor, die Plattform für LGBTQ+ Geflüchtete, ihre Vulnerabilität, ihren Kampf gegen Diskriminierung, Marginalisierung, ihre Flucht und ihr heutiges Leben in Deutschland.

Verpasse nicht die Sondersendung von Our Voice zu den Wochen gegen Rassismus!

Eine Veranstaltung der Our Voice von Radio Dreyeckland.

Wir waren wie Brüder

Lesung mit Autor Daniel Schulz

Samstag, 12. März, 19.30 Uhr
Hybridveranstaltung: vor Ort im DELPHI_space Bismarckallee 18 – 20 oder Online
:

Link zur Veranstaltung
Livestream


Er ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht. Während sich viele nach Freiheit sehnen, hat er Angst: vor den Imperialisten und Faschisten. Wenige Jahre später wird er wegen seiner langen Haare von Neonazis verfolgt. Gleichzeitig trifft er sich mit Rechten, weil er sich bei ihnen sicher fühlt. Doch er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.

Daniel Schulz’ Roman »Wir waren wie Brüder« (Hanser Berlin, 2022) erzählt sensibel und humorvoll vom Aufwachsen im Ostdeutschland der 90er Jahre. Gemeinsam mit ihm und Patrick Differt diskutieren wir
über die persönliche Tragweite ideologischer Umbrüche und werfen einen Blick auf individuellen Rassismus und die Ursprünge rechter Gewalt.

Zur Person: Daniel Schulz leitet das Ressort Reportage der taz. 2018 erhielt er den Reporterpreis und 2019 den Theodor-Wolff-Preis. »Wir waren wie Brüder« ist sein erster Roman.

Daniel Schulz, Foto: Paula Winkler

Patrick Differt war 32 Jahre lang als Streetworker in Metzingen aktiv und arbeitete
dort in den 90er Jahren mit jungen rechten Skinheads.

Die Lesung findet im Hybridformat statt und kann sowohl in Präsenz als auch Online
besucht werden.
Eintritt frei, Spendenempfehlung: 5 €

Eine Veranstaltung von samt&sonders in der Reihe bauschen&biegen

„Die sieht ja aus wie ich…“ – Vorurteilsbewusste Kinderbücher entdecken Workshop von Nadja Gepperth und Magdalena Jäger

Mittwoch, 18.03.2020, 10-12 Uhr im Glashaus im Rieselfeld

Der Workshop sensibilisiert für Vielfalt und Identifizierungsmöglichkeiten in Kinderbüchern und wirkt Diskriminierung entgegen. Hierfür werden theoretische Inputs mit der Reflexion von Anschauungsmaterial und eigenen Erfahrungen verbunden. Fokussiert werden neben dem Schwerpunkt Rassismus, die Themen Familienkonstellationen und Gender.
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, Anmeldung unter: magdalena.jaeger@posteo.de

Workshop: Spuren des Kolonialismus

Workshop: Vergangen und doch gegenwärtig – Spuren des Kolonialismus

… so lautet ein neuer Projekttag bei fernsicht. Am Freitag, den 08. Juli von 14 bis 18 Uhr stellen wir den Projekttag vor und diskutieren die Module in Kleingruppen gemeinsam. Ziel des Mini-Workshops ist es, die Methoden des Projekttages zu vermitteln. Der Workshop richtet sich an TeamerInnen und in der politischen Bildung aktive Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten und einen Blick auf die heutige Relevanz von kolonialer Vergangenheitsbewältigung werfen möchten.
Ort: iz3w, Kronenstraße 16 A / Hinterhaus
mit: Anna Laiß und Martina Backes
Die Teilnahme ist kostenlos
Um Anmeldung per Mail an bildung@iz3w.org wird gebeten
Die didaktische Anleitung zu den Modulen des Projekttages sind auf der Homepage von fernsicht als pdf verfügbar:
Infos zum Projekttag:
Das offizielle Ende des deutschen Kolonialreichs ist bald einhundertjährige Vergangenheit. Welchen Erkenntnisgewinn verspricht eine Sichtweise, die Deutschland heute als postkoloniale Gesellschaft betrachtet? Was lernen wir aus der Geschichte? Über die hiesige Gesellschaft und über den Globalen Süden? Was können Menschen heute aus den anti-kolonialen Stimmen von damals erfahren? Wie kann in der Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte eine starre Sicht auf Täter-Opfer-Kategorien verhindert werden? Was kann aus historischen Situationen für die aktuellen und konfliktiven Aushandlungsprozesse in der heutigen Gesellschaft gelernt werden?

fernsicht – die süd-nord-politische Bildungswerkstatt im iz3w – betrachtet Deutschland als eine postkoloniale Gesellschaft. Als Bildungswerkstatt mit einer rassismuskritischen und auf Menschenrechten basierenden Bildungsarbeit sehen wir die kontroverse Auseinandersetzung mit Kolonialismus daher als Notwendigkeit an.

Zugleich birgt diese aktive Beschäftigung mit historischen kolonialen wie auch zeitgenössischen postkolonialen Strukturen und Wissensformen ein Potenzial, das wir unbedingt nutzen wollen: Sie erlaubt, auch mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gerade in Zeiten der Zuwanderung und sich manifestierender menschenfeindlicher Stimmungen und reaktionärer Tendenzen eine Orientierung im Sinne solidarischen Handelns zu erarbeiten.