Veranstaltungen

FILM: CONGO CALLING

Mittwoch, 18.03.2020, 19:30 Uhr und Freitag, 20.03.2020, 21:30Uhr im Kommunalen Kino

Regie: Stephan Hilpert | Buch: Stephan Hilpert
Deutschland 2019 | OmU | 90 Min.

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine der ärmsten und unsichersten Regionen der Welt. Hunderte von westlichen Entwicklungshelfern sind vor Ort und wollen die Bevölkerung unterstützen. Unter ihnen Raul, Peter und Anne-Laure. Sie sind hochmotiviert und voller Visionen, doch ihre Situation wirft für sie grundsätzliche Fragen auf. Raul, ein spanisch-französischer Wissenschaftler, muss feststellen, dass er seine Kollegen mit den Projektgeldern zur Korruption verführt und seine Studie über die Rebellengruppen deshalb zu scheitern droht. Peter, ein deutscher Entwicklungshelfer, wird nach 30 Berufsjahren in Rente geschickt, sieht aber außerhalb von Afrika keine Perspektiven für sich. Die Belgierin Anne-Laure hat ihre Stelle als Entwicklungshelferin aufgegeben. Sie arbeitet nun für ein kongolesisches Musikfestival und kämpft mit ihrem regimekritischen Freund und anderen Einheimischen für eine bessere Zukunft. Drei persönliche Perspektiven auf das Zusammenleben und Zusammenarbeiten zwischen Europa und Afrika – und die Frage: Wie hilfreich ist die Hilfe des Westens?

Kartenreservierung unter www.koki-freiburg.de oder 0761-45 98 00 22

Trailer zum Film

Werde Stammtischkämpfer*in gegen Rechts! mit Aufstehen gegen Rassismus

AUF NACH LANDWASSER!
Workshops im Haus der Begegnung und in der Bretterbude in Landwasser
. Samstag, 21.03.2020, ab 17.00 Uhr

„Das wird man doch mal sagen dürfen…“?!? Du hast schon einmal beiläufig einen antisemitischen oder rassistischen Spruch gehört, wolltest etwas sagen, hast dich aber nicht getraut? Du willst wissen, wie du rechten Parolen etwas entgegnen kannst? Dich beschäftigen die rechtsradikalen Anschläge und Morde der letzten Monate und Jahre, aber Du weißt nicht, was man dagegen tun kann?

Dann werde „Stammtischkämpfer*in“! In unserem 90-Minuten Crashkurs gehen wir die wichtigsten Punkt zum Thema durch: Mit wem lasse ich mich auf eine Diskussion ein, wie funktionieren rechte Stammtischparolen und welche Optionen habe ich, um wirksam entgegenzutreten? So wirst Du argumentativ fit und bereit für die nächste Stammtisch-Diskussion. Denn Stammtische sind nicht nur in der Kneipe, sondern überall. In der Bahn, am Arbeitsplatz, am Familientisch, im Sportverein…

Als überregionales, vielfältiges Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ wollen überall rassistischen Sprüchen und rechten Parolen etwas entgegensetzen.

Mehr Informationen zu den Seminaren findest Du hier.

Rechte Szene(n) im Südwesten – mit Lucius Teidelbaum

AUF NACH LANDWASSER!
Workshops im Haus der Begegnung und in der Bretterbude in Landwasser
. Samstag, 21.03.2020, ab 17.00 Uhr

Der Rechtsruck findet auch in Baden-Württemberg statt. Der Resonanzboden wird dabei in Form von Wahlentscheidungen und Straßenmobilisierungen (z.B. Demo in Kandel, „Demo für alle“ in Stuttgart) zum Klingen gebracht. Während alte Akteure wie die Republikaner-Partei verschwunden sind, tauchen neue wie die „Alternative für Deutschland“ oder die „Identitäre Bewegung“ auf. Dazu gesellen sich im Südwesten verschiedene Formen von Nationalismus ‚mit Migrationshintergrund‘ und die christliche Rechte als Sonderform. Die ideologische Bandbreite innerhalb der extremen Rechten ist dabei weitaus größer als die Neonazis, auf die vor allem die Sicherheitsbehörden fokussieren. Der Vortrag bietet einen Überblick über extrem rechte Ausprägungen und Strukturen in Baden-Württemberg.

Der Referent Lucius Teidelbaum ist freier Journalist, Bildungsreferent und Publizist. Von ihm erschien zuletzt 2018 das Buch „Die christliche Rechte in Deutschland“ im Unrast-Verlag.

Stadtrundgang „Freiburg und die deutsche Kolonialgeschichte“

Sonntag, 22.3.2020, 14-16 Uhr, Treffpunkt Platz der alten Synagoge am Brunnen

Auch Freiburger Bürger*innen und Institutionen hatten ihren Anteil am deutschen Kolonialismus, sei es hier vor Ort oder in den Kolonien in Afrika, China und Ozeanien. Der Rundgang im Innenstadtbereich führt an Orte von Kolonialausstellungen, Völkerschauen und Aufmärschen bis hin zu Kolonialwarenläden. Er befasst sich mit universitärer Forschung ebenso wie mit den Gruppen der Freiburger Kolonialbewegung und prominenten Kolonialoffizieren.

„Die Mittelmeermonologe“

Sonntag, 22.03.2020, 20.00 Uhr in der TheaterBar im Stadttheater

MITTELMEER-MONOLOGE von den politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen „Küstenwachen“ und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegen setzen.

Diese Aktivist_innen überzeugen beim „Alarmphone“ die Küstenwachen, nach Menschen in Seenot zu suchen oder lernen auf der Seawatch, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – kurzum sie tun das eigentlich Selbstverständlichste, was im Jahr 2019 alles andere als selbstverständlich ist: menschliches Leben zu retten!

Es ist, als ob die Schauspieler_innen die Menschen im Publikum direkt ansprechen, ihnen die Hand reichen und sie reinziehen in eine Welt, die die Zuschauer_innen von nun an nicht mehr kalt lassen wird: verwickelt, verschlungen, verbunden und vernetzt mit den Protagonist*innen der Mittelmeer-Monologe folgt das Publikum gespannt den Wegen der erzählten Geschichten. Die Monologe berühren, schaffen Nähe, machen wütend und benennen Wege, um sich persönlich zu engagieren.

Sie widersetzen sich der Entmenschlichung der Tragödie. Im Mittelpunkt stellen sie die Geschichten der Betroffenen. (die tageszeitung, taz)

Wirkmächtig ist, was Naomie, Joe, Selma und Yassin erzählen. Von Menschen, die vor ihren Augen lautlos ertrinken. Von traumatischen Erlebnissen, die in ihren Träumen wiederkehren. Von der Angst vor fatalen Entscheidungen. (Berliner Morgenpost)

Nach der Aufführung wird es ein Publikums-Gespräch geben.

Eine Veranstaltung von Wort und Herzschlag, Berlin