Corona, Spargel, Streik!

Zur Situation rumänischer Arbeitsmigrant*innen in Deutschland

Vortrag von Andrei Botorog (Institut für Sozialfoschung FFM)

Di, 19. März, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek, Münsterplatz

Mit Arbeitskämpfen migrantischer Arbeiter*innen in Deutschland verbindet man meist die Streiks von ‚Gastarbeiter*innen‘ in den 70er und 80er Jahren in der BRD. Arbeitsmigration nach Deutschland hat jedoch im Zuge der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit neue Formen angenommen: Ein wilder Streik rumänischer Landarbeiter*innen bei einem Erdbeer- und Spargelbetrieb in Bornheim bei Bonn schaffte es 2020 kurzzeitig den öffentlichen Fokus auf diese Tatsache zu lenken. Der Vortrag wird auf die konkreten Lebenslagen von rumänischen Arbeitsmigrant*innen in Deutschland und auf die Besonderheiten der verschiedenen Branchen eingehen.
Im Kontrast zu der angenommenen Machtlosigkeit, in den von Ausbeutung geprägten Arbeitsverhältnissen, werden Widerstandspraktiken in der Landwirtschaft und der Baubranche nachgezeichnet. Anschließend werden wir über die Möglichkeiten zur Unterstützung von Arbeitskämpfen in Branchen mit einem hohen Anteil an mobilen Beschäftigten diskutieren.

Eine Veranstaltung der Freien Arbeiter*innen-Union – FAU Freiburg

Workshop: Perkussion und Tanz

mit Pape Dieye, Beuz Thiombane und Daudi Simba

So, 17. März, 10.00 – 17.00 Uhr, Schwere(s)Los!, Kleineschholzweg 5

Treff der Kulturen, Kreativität und Gemeinschaft! Du möchtest neuen Freund*innen begegnen? Zusammen trommeln und neue Instrumente probieren? Gemeinsam Afrodance und Modern tanzen und dazwischen afrikanisches Essen genießen? Hast du Lust, die westafrikanische Teezeremonie Ataya kennenzulernen? Oder dich über die Situation auf dem Stühlinger Kirchplatz auszutauschen? Dann bist du herzlich willkommen bei TKKG im Soziokulturellen Zentrum Schwere(s)Los! Hier findest du deine neue Crowd und gemeinsame Aktivitäten – und das alles kostenfrei!

Eine Veranstaltung von Schwere(s)Los!

Diskussion: Eziden (Jesid*innen) verfolgt – in Deutschland sicher?

mit Elias Darwisch (Ezidischer Kulturverein Freiburg ) und Maria Stehle (Fairburg / ABC)

Fr, 15. März, 19.00 Uhr im ABC, Maienstr. 2

Anfang 2023 wurden die Verbrechen des IS an den Êzîd*innen vom Deutschen Bundestag offiziell als Völkermord anerkannt. Dennoch droht vielen êzîdischen Menschen in Deutschland die Abschiebung. Wie sieht ihre rechtliche Situation hierzulande aus? Wie gestaltet sich die Lage im Irak und in den umgebenden Ländern für sie? Und wie können sie solidarisch unterstützt werden?

Eine Veranstaltung des interkulturellen Vereins Fairburg und des Ezidischen Kulturvereins Freiburg

Diskussion: ≫Remigration≪? Nein! EU-Asylreform, ja? Wie wir uns der Normalität rechter Asylpolitk entgegenstellen!

mit Gökay Akbulut und N.N.

Sa, 16. März, 19.00 Uhr, Hebelschule, Engelbergstr. 2

GEAS – hinter dieser sperrigen Abkürzung verbirgt sich das Gemeinsame Europäische Asylsystem, das nach dem Willen der europäischen Institutionen das Asylrecht »harmonisieren« soll. Faktisch bedeutet es jedoch, dass die EU grundlegende Rechte für Geflüchtete und Migrant*innen abschafft. Auf der Veranstaltung wollen wir die neuen Regelungen genauer bewerten und zusammen mit politischen Vertreter*innen und Aktiven über die Konsequenzen für die Solidaritätsarbeit und die weitere politische Strategie diskutieren.

Eine Veranstaltung des Bündnisses Stop GEAS Freiburg

Workshop: An der Seite der Betroffenen von rechter Gewalt

Fr, 15. März, 10.00 – 16.00 Uhr, Veranstaltungsort: Freiburg (Adresse wird nach der Anmeldung bekannt gegeben)

E-Mail: info@leuchtlinie.de, Anmeldefrist: 12.3.2024

Der Workshop gibt über kurze Inputs einen Einblick in Arbeit, Grundlagen und Kontext des Handlungsfeldes der Fach- und Beratungsstelle LEUCHTLINIE. Über interaktive Auseinandersetzung mit rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt werden den Teilnehmenden die Spezifika rechter Gewalt und die Folgen für Betroffene sowie die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben aufgezeigt. Anhand von Praxisbeispielen werden gemeinsam Formen der Unterstützung für und der Solidarisierung mit Betroffene(n) erarbeitet und bestehende Handlungsmöglichkeiten vorgestellt.

Eine Veranstaltung von LEUCHTLINIE – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt Baden-Württemberg

Dokumentarfilm: ≫Eren≪

(Türkei 2023 / OmU / 95 Min./ R. Maria Binder)

Do, 14. März, 19.30 Uhr, Kommunales Kino, Urachstr. 40

Seit mehr als 30 Jahren streitet Eren Keskin für Grundrechte und Frieden in der Türkei. Als Anwältin und Menschenrechtsverteidigerin ist Eren Keskin eine Hauptakteurin und Klägerin für Frauen-, LSBTQI*- und Minderheitenrechte für Kurd*innen und Armenier*innen. Sie kämpft gegen Folter und sexualisierte Gewalt. Die Täter sind nicht selten Vertreter des türkischen Sicherheitsapparats. Eren Keskins ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit scheut keine Tabus und rüttelt an den Fundamenten des türkischen Staates. Jetzt wird sie selbst zur Angeklagten, zur Staatsfeindin gemacht. In mehr als hundert Strafverfahren droht ihr eine lebenslange Haftstrafe. Wie viel Zeit ihr in Freiheit bleibt, weiß sie nicht. Jeden Moment kann sie hinter Gittern verschwinden.

Eine Veranstaltung von Fairburg und des Kommunalen Kinos

Film: ≫Der zerbrochene Klang≪

(D 2011 / Omu / 122 Min. / R: Yvonne & Wolfgang Andrä)

Mi, 13. März, 19.30 Uhr, Kommunales Kino, Urachstr. 40

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts lebten jüdische und Roma-Musikerfamilien in Bessarabien zusammen, heirateten untereinander und musizierten gemeinsam. Diese jüdischen Klezmer- und Roma-Lautarimusiker*innen formten eine gemeinsame Musikkultur, die durch den Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. 70 Jahre später begeben sich 14 international bekannte Musiker*innen aus aller Welt auf eine Reise in die Vergangenheit. Die musikalische Suche nach dem zerbrochenen Klang führt sie zu hinreißender Musik, aber auch zu einer schmerzlichen Erforschung ihrer eigenen Identität und Stellung als Juden und Jüd*innen und Roma in und außerhalb Europas.

Vorab: Konzert mit Angelo Brand

Eine Veranstaltung des Kommunalen Kinos in Kooperation mit dem Verband deutscher Sinti und Roma – Landesverband Baden-Württemberg – Projekt ReFIT Freiburg

Vortrag: Rassistische Deportationspläne, Sozialabbau, Geschichtsrevision –Neofaschisten arbeiten an einem ≫anderen Europa≪

mit Ulrich Schneider (Bundesvorstand VVN-BdA)

Mi, 13. März, 19.00 Uhr, Haus des Engagements, Rehlingstr. 9

Im Juni 2024 stehen die Wahlen zum Europaparlament an. Schon jetzt haben Parteien der extremen Rechten in verschiedenen Ländern der Europäischen Union ihre Agenda mit Erfolg in die politische Öffentlichkeit gebracht. Sie stellen Regierungen, sind Mehrheitsbeschaffer oder Stichwortgeber für »ein anderes Europa«. An diesem Abend soll es darum gehen, exemplarisch nachzuzeichnen, welche Ziele die Parteien der extremen Rechten in Europa verfolgen, wie sie sich international vernetzen und was dagegen getan werden kann.

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten – VVN-BDA Freiburg